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Schwangerschaft


Mama Dick
Fünf Wochen vor der Entbindung


Meine Ernährungs- und Lebensweise in der Schwangerschaft:

Nachfolgend möchte ich meine Ernährungsgrundsätze und Verhaltensweisen in der Schwangerschaft mitteilen, die letztendlich dazu beigetragen haben, daß ich meine 3 gesunden Kinder mit einem Gewicht zwischen 2.100 g und 2.290 g kurz vor Erreichen der 36. SSW entband. Ich war bis zum letzten Tag der Schwangerschaft zu Hause und mir ging es verhältnismäßig sehr gut. Im Gegensatz dazu war mein Gesundheitszustand in der ersten Hälfte der Schwangerschaft sehr schlecht. Ich war total abgemagert und blaß, hatte Mühe in unserer Doppelhaushälfte die Treppen hoch zu steigen usw.. Irgendwann las ich dann, daß auch Erschöpfung zu Frühgeburten führen könne. Ich hatte die ganze Zeit wahnsinnige Angst vor extrem früher Niederkunft und dadurch behinderten Kindern. Deswegen war es für mich klar, daß ich alles in dieser verhältnismäßig kurzen Zeit der Schwangerschaft tun würde, um dies zu vermeiden. Allerdings bekam ich von den Ärzten keinen Rat sondern immer nur die Aussage: "Die Babys holen sich schon was sie brauchen!" Ich fragte mich oft, woher sie sich das holen sollten. In einer "Eltern-Zeitschrift" las ich dann in der 18. SSW einen Artikel über eine Hebamme, welche selbst in der 36. SSW Drillinge geboren hatte, mit 2 mal 3 Kilo und einmal 2 Kilo. Mit dieser Frau setzte ich mich in Verbindung, fuhr in der 19. SSW extra nach Aachen in das "Pegasus-Zentrum für ganzheitliche Geburtshilfe" und wurde dort umfassend beraten. Die nachfolgenden Ausführungen sind zum größten Teil die Empfehlungen dieses ganzheitlichen Geburtszentrums. Seit dem ich diese Empfehlungen befolgte, ging es unerwartet schnell aufwärts. Der Grundgedanke dieser Empfehlungen ist: "So lange es den Babys in Ihrem Körper gut geht, so lange werden sie nicht nach draußen wollen. Erst wenn die Babys nicht mehr gut versorgt werden, wollen sie sich bessere Umweltbedingungen schaffen."
Bei einer Mehrlingsschwangerschaft sollte man darauf achten, daß eine Mangelernährung vermieden wird. Neben Eiweiß bedarf es für 3 heranwachsende Kinder einer vermehrten Aufnahme an Vitaminen und Mineralstoffen:

Erhöhte Eiweißaufnahme:
Ab der 25. SSW soll ein Fötus etwas mehr als 100 g wöchentlich zunehmen. Nachdem Eiweiß neben Wasser der Hauptbaustoff (17 %) des menschlichen Körpers ist, muß man auf eine zusätzliche Eiweißaufnahme pro Kind von 20-30 g/täglich achten. Für eine Drillingsschwangerschaft benötigt man zur Versorgung der Babies ca. 150 Gramm Eiweiß täglich. Das ist sehr viel, da 100 Gramm mageres Fleisch beispielsweise nur 20 Gramm Eiweiß enthalten. Ein guter Eiweißlieferant ist Fleisch und magerer Käse unter 10 % Fettgehalt (ca. 37 % Eiweiß). Auch Sprossen sollen gute Eiweißlieferanten sein natürlich auch Quark. Je niedriger der Fettgehalt um so mehr Eiweißgehalt hat in der Regel das betreffende Lebensmittel. Molat aus dem Reformhaus ist eine wohlschmeckende Aufbaukost, welche man über Joghurt und Quark geben kann. Es ist eine guter Eiweißträger und Kräftigungsmittel. Es ergänzt auf natürliche Weise fehlende Nährstoffe bei erhöhtem Nährstoffbedarf und ungenügender Nährstoffversorgung. Es enthält neben anderen Vitaminen und Mineralstoffen ebenso Vitamin B, welches ja auch ein Nervenvitamin ist. Mir wurde es von einer anderen Schwangeren empfohlen und es hat mir sehr gut geholfen.

Vitamin- und Mineralstoffaufnahme:
Wenn für Schwangere gilt, daß sie sehr viel Gemüse und Obst essen sollen, dann kann es bei Mehrlingsschwangeren häufig einfach zu wenig Platz im Magen dafür geben. Meiner Meinung nach hat eine ausreichende Eiweißaufnahme höchste Priorität. Für mich war es nicht möglich, neben der Eiweißaufnahme noch genügend Obst und Gemüse zu essen. Deswegen nahm ich zur Verbesserung der Vitamin- und Mineralstoffversorgung einige Präparate ein:

Orthomol Natal aus der Apotheke ist ein hervorragendes Kombinationspräparat, welches auf die gesteigerten Bedürfnisse des Schwangerenorganismuses ausgerichtet ist. ORTHOMOL® NATAL enthält zur Ergänzung der Ernährung für Frauen vor, während und nach der Schwangerschaft Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Antioxidanzien wie z.B. Folsäure, Jod, Eisen, Magnesium und Calcium sowie spezielle Omega-3-Fettsäuren, insbesondere DHA, in einer dem erhöhten Nährstoffbedarf angepaßten Menge. Ich nahm dies am Abend ein. Die Kosten von DM 3,00 täglich sollte man nicht scheuen, dieses Mittel lohnt sich wirklich. Neben einem Pulver zum Auflösen gehören noch zwei Kapseln zur Tagesration, welche Omega-3-Fettsäuren enthalten. Diese Fettsäuren sind gut für die Entwicklung von Augen und Gehirn der Babys.

"Soft Multiple" von Orthica
Zusätzlich nahm ich morgens noch "Soft Multiple" von Orthica ein. Diese mußte allerdings der Apotheker von Holland bestellen (Adresse: Orthica bv., Antwoordnr. 6115, 1380 VB Weesp). Orthica enthält Beta-Carotin (Vorstufe für Vitamin A), Folium, Biotine, Vitamin C, E, D2 und sämtliche Vitamine der B-Gruppe (Vitamine der B-Gruppe werden auch Nervenvitamine genannt - gut zum Schlafen). Außerdem Calcium, Magnesium, Kalium, Zink, Mangan, Silicium, Jod, Selen u.v.m..

Magnesium
Letztere beiden Medikamente waren meine Hauptmedikamente und scheinen in dieser Kombination für eine Drillingsschwangerschaft gut auszureichen. Auch eine zusätzliche Magnesiumzufuhr konnte ich damit lange Zeit ausschließen. Zur Magnesiumaufnahme ist anzumerken, daß zu viel Magnesium den Muskel aufweicht (man nimmt es ja auch bei Muskelkrämpfen). Nachdem der Beckenboden ein großes Muskelgewebe ist, der in einer Mehrlingsschwangerschaft einer riesigen Gewichtsbelastung ausgesetzt ist, sollte man eine überhöhte Magnesiumzufuhr vermeiden, da diese Muskeln ja einen enormen Druck standhalten müssen. Dünner Stuhl ist ein Indikator für zu viel Magnesium. Das Auftreten von Muskelkrämpfen zeigt an, daß der Körper zu wenig Magnesium hat, auch kann Verstopfung hinzukommen. Eine zusätzliche Einnahme von Magnesium reicht zu diesem Zeitpunkt aus. Gegen Ende der Schwangerschaft war bei mir der Magnesiumanteil in den beiden erstgenannten Medikamenten zu wenig und nachdem ich einen Wadenkrampf hatte, nahm ich morgens zu Orthica immer noch 2 x Magnesium Verla N ein.

"Floradix - Kräuterblut - Dragees mit Eisen"
Ich habe, so lange es notwendig war, "Floradix - Kräuterblut - Dragees mit Eisen" jeweils 3 x tägl. 2 Stück eingenommen. Allerdings stieg mein Eisenwert nach konsequenter Einnahme der zwei Hauptmittel, so daß ich zum Ende der Schwangerschaft darauf verzichten konnte und auch (aus folgenden Grund) mußte: Zwischen der Einnahme von Magnesium, Calcium und Eisen sollen immer 2 Stunden Abstand gehalten werden. Ich kam, nachdem ich Magnesium einnehmen mußte, nicht mehr zu der regelmäßigen Einnahme von den Kräuterblut-Dragees, was allerdings meinen Eisenwert nicht negativ beeinträchtigte. Sollte der Eisenwert unter 10 sinken kann man ein homöopathisches Mittel einnehmen, welches die Eisenaufnahme unterstützt. "Weleda Ferrum Ustrum" - von diesem Pulver kann man 3 mal täglich eine Messerspitze nehmen.

Nachdem ich Milch sehr schlecht vertrage, mußte ich noch extra Calcium zuführen. Spätestens wenn sich Hautjucken einstellt, zeigt sich, daß man einen Calciummangel hat. Haarausfall kann auch auf Calciummangel hinweisen. Hierzu möchte ich anmerken, daß sich bei mir der prognostizierte, übliche Haarausfall nach der Entbindung nicht eingestellt hat. Der Haarausfall wird immer auf die Hormonumstellung zurückgeführt. Ich habe in Verdacht, daß dieser Haarausfall ebenso mit dem Mineralstoffmangel zusammenhängt, der durch eine Schwangerschaft entstehen kann.

Mariendistelsaft/Leberunterstützung
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, daß man versuchen sollte die Leber etwas zu unterstützen (z.B. mit Mariendistelsaft vom Reformhaus). Der Kreislauf muß plötzlich vier Kreisläufe versorgen womit die Leber leicht überfordert werden kann, wodurch dann eine Gestose (Schwangerschaftsvergiftung) begünstigt wird. Ich ging deswegen regelmäßig zum Heilpraktiker, der mich austestete und mir ein homöopathisches Mittel zur Unterstützung der Gallen- und Leberfunktion empfohlen hat.

Des weiteren hat mir mein Heilpraktiker "Viburnum" empfohlen. Das sind Tropfen, mit denen er schon vielen Schwangeren mit früheren Fehl- und Frühgeburten zu einer guten Schwangerschaft verholfen hätte. Davon nahm ich nach dem Essen jeweils 15 Tropfen.Homöopathische Präparate sind sehr speziell, d. h. wenn für mich dieses Mittel passend war, kann es für sie genau das Falsche sein.

Bryophylum 50 %:
Ein weiteres homöopathisches, antroposophisches Mittel ist Bryophylum. Dieses kann man nehmen, wenn Wehen auftreten. Ich habe damit keine Erfahrung gesammelt, da ich nie spürbare Wehen hatte.

Trinken:
Es wurde mir empfohlen, stündlich ein Glas (0,25 ml) Wasser zu trinken. Die Aufnahme sollte schluckweise erfolgen, da große Mengen den Magen belasteten. Diese Art der Flüssigkeitsaufnahme hat bei mir nicht geklappt. Ich achtete aber immer auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens 2,5 l).

Stuhlgang:
Bei Verstopfung und hartem Stuhl wurden mir Glycilax-Zäpfchen empfohlen, welche ich auch hin- und wieder brauchte. Auch die empfohlenen Quercus-Hämorrhoidalzäpfchen brauchte ich gegen Ende der Schwangerschaft. Ich hatte vorher noch nie mit Hämorrhoiden zu tun, bekam diese aber gegen Ende der Schwangerschaft. Mir kam es so vor, als ob aufgrund des Platzmangels der Darm etwas ausgelagert werden würde.

Kontrollen:
Gestose/Salzaufnahme:
Für den guten Verlauf meiner Drillingsschwangerschaft kontrollierte ich noch jeden Tag meinen Blutdruck, um eine eventuelle Gestose frühzeitig erkennen zu können. Falls der untere Wert einmal sehr stark angestiegen wäre (über 90), hätte ich sofort mit den Eiweißteststäbchen aus der Apotheke meinen Urin kontrolliert. Ich hatte mit dem Arbeitskreis der Gestose-Frauen Kontakt aufgenommen. Dieser Arbeitskreis empfiehlt mit steigendem Körpergewicht eine vermehrte Salzaufnahme. Die Begründung: Es würde viel mehr Blut im Umlauf sein, welches auch zur Erhaltung der jeweiligen Konzentrationen mehr Mineralstoffe binden müsse. Auf jeden Fall sollte man, entgegen veralteten, schulmedizinischen Aussagen, nicht salzarm essen.

Scheideninfektionen:
Des weiteren kontrollierte ich ab und zu noch mein Scheidenmilieu mit einem Testhandschuh, damit ich frühzeitig über eine eventuelle Infektion Bescheid gewußt hätte. Auf meine Frage, wie man Infektionen vermeiden könne, bekam ich von der beratenden Hebamme die Antwort: "Indem Sie sich so wenig wie möglich unten hinein schauen lassen." Bekannt sind ja die Döderlein-Tabletten, welche man in die Scheide einführt um Infektionen vorzubeugen/zu behandeln. Döderlein-Bakterien sind auch im Joghurt (rechtsdrehende Milchsäuren) und durch die Einführung eines mit Joghurt getränkten Tampons erzielt man den selben Zweck. Allerdings kann man das Scheidenmilieu noch mit Vagi-C unterstützen. Diese Tabletten schaffen ein gutes Klima in dem sich die Döderleinbakterien wohlfühlen.

Weitere Verhaltensmaßnahmen:

Tägliches Schwimmen:
Seit der 24ten SSW ging ich täglich 45 Minuten in ein Hotelhallenbad zum Schwimmen. Ohne das regelmäßige Rückenschwimmen hätte ich meine Schwangerschaft bestimmt nicht in diesem guten Zustand überstanden (hatte das erste Mal nach der Entbindung Rückenschmerzen). Auch besserte sich mein Zustand erst, als ich mit diesem Schwimmtraining anfing. Ich wollte anfangs aus Angst vor Infektionen nicht zum Schwimmen gehen. Doch ein Körper der nichts tut und Muskeln, welche nichts tun, erschlaffen. Die Folge ist eine Entkräftung, und man braucht für eine Mehrlingsschwangerschaft viel Kraft. Zur Infektionsvorbeugung steckte ich einen mit Joghurt- oder Kefir getränkten Tampon in die Scheide bevor ich Schwimmen ging. Die leitende Hebamme vom Pegasus-Zentrum wollte eine Studie über Baden in Thermalbäder während der Schwangerschaft vornehmen. Die obengenannte Hebamme, welche die Kinder mit einem Gesamtgewicht von 8 kg entbunden hatte, ging jeden Tag in ein Thermalbad. Das Schwimmen kann ich jeder Schwangeren nur empfehlen! Man kann auf vieles verzichten, denke ich, nur nicht auf genügend Eiweiß, Orthomol Natal und Schwimmen.

Bad in der Badewanne:
Durch das Wasser wird die Gewichtsbelastung gemindert und außerdem ist ein Bad immer entspannend. Mit der Zugabe von Meersalz aus dem Toten Meer wird das Gewicht noch mehr genommen. Ein Zusatz von Roßkastanien fördert Kreislauf und Venen. Ein Rosmarinbad wirkt morgens anregend, ein Lavendelbad beruhigend und entspannend und ist somit besser abends geeignet. Die Badezusätze von Weleda kann ich nur empfehlen. Die Wassertemperatur sollte 38 Grad nicht übersteigen. Damit mein Bauch nicht immer auskühlte dichtete ich den Ausfluß mit einem Handtuch ab. Ich ging aus Sicherheitsgründen gegen Ende der Schwangerschaft nur in die Badewanne, wenn wer im Haus war.

Beckenbodenstärkung:
Ich hatte "Placenta Praevia", d. h. eine Placenta lag vor dem Muttermund. Diese Schwangerschaften sind in der Regel früher zu Ende, und das Schwangerschaftsende kann durch plötzliches Ablösen der Placenta mit Verbluten der Mutter enden. Damit die Placenta einen deutlichen Widerstand vom Muttermund bekam, ging ich einige Male zu einer Krankengymnastin zum Beckenbodentraining. Dieses sanfte Training übte ich auch jeden Tag zu Hause. Der Erfolg war, daß ich bis zum Ende der Schwangerschaft nie Probleme mit dem Gebärmutterhals hatte. Ich hatte vor meinem Besuch in Aachen eine Cerglage bekommen. Im ganzheitlichen Geburtszentrum wurde mir allerdings gesagt, daß dies nicht empfohlen worden wäre.

Lymphdrainage:
Einmal wöchentlich sollte ich Lymphdrainage bekommen. Ich hatte erst Probleme, jemanden zu finden, der mir das ohne Rezept machte. Allerdings fand ich dann eine nette Frau, die dann einmal wöchentlich kam. Die Lymphdrainage unterstützt den Stoffwechsel und beugt Wassereinlagerungen vor.

BabyBelt:
Der Gurt unterstützt das vermehrte Gewicht zu tragen und soll neben Rückenschmerzen die "Ausleierung" des Gewebes verhindern.

Hautpflege:
Viele schwören auf Freiöl um die Bildung von Schwangerschaftsstreifen zu verhindern. Ich kann dazu nicht viel sagen, außer das sämtliches schmieren bei einem letztendlichen Bauchumfang von bald 1,30 nichts genützt hat. Regelmäßiges Einfetten ist aber sicherlich wichtig. Ob es jetzt Freiöl oder vielleicht auch nur ein kaltgepreßtes Pflanzenöl ist - ich glaube, daß das nicht viel Unterschied macht. Gegen Ende der Schwangerschaft war eines der größten Probleme das Jucken der Bauchhaut, welches wohl durch die immense Überdehnung kam. Irgendwann las ich, daß man in der Schwangerschaft regelmäßig einige Eßlöffel kaltgepreßtes Pflanzenöl einnehmen solle. Die Begründung lag, glaube ich, bei den Omegea-3-Fettsäuren, wahrscheinlich auch bei der Auswertung der fettlöslichen Vitamine. Ich überlegte mir, ob nicht auch die Haut mehr Elastizität bekäme, wenn man Öl oral einnehmen würde. Die letzten Wochen schluckte ich also auch noch morgens mit Todesverachtung 2 Eßlöffel Pflanzenöl.

Venenunterstützung:
Da ich schon seit dem 18ten Lebensjahr Krampfadern habe, mußte ich die Venentätigkeit unterstützen. Es empfiehlt sich aufgrund des immensen Bauchumfangs den man bekommt, nicht eine Strumpfhose sondern Stützstrümpfe anzuschaffen. Meine Stützstrümpfe hielten bei der entsprechenden Pflege (täglich waschen) fast bis zum Schluß der Schwangerschaft. Um das Anziehen zu erleichtern (Bücken ist letztendlich kaum noch möglich) kaufte ich im Orthopädiegeschäft ein Hilfsgestell um die Strümpfe anziehen zu können. (Man zieht die Strümpfe über das Gestell und steigt dann mit dem Fuß hinein und zieht das Gestell hoch).

Auf den Körper hören:
Ich wollte in Aachen wissen, wie lange soll ich denn spazieren gehen? Wie lange soll ich denn schwimmen? Diese Fragen kann man nicht stellen. Wichtig ist, daß man aktiv bleibt. Dabei muß man aber unbedingt seine jeweilige Leistungsgrenze beachten. Auf jeden Fall etwas tun - aber nur dem jeweiligen Zustand entsprechend. Der Kaiserschnitt war 8 Tage später geplant. Am Donnerstag vor der Entbindung (Montag) wurde ich im Krankenhaus von der Hebamme zum Oberarzt für Gynäkologie, danach zum Oberarzt Anästhesie, danach Proffessor Anästhesie und letztendlich nach 3 Stunden zum Proffessor Gynäkologie geschickt. Alles mit den entsprechenden Wartezeiten. Das war zu viel! Wahrscheinlich verleitete mein guter Gesundheitszustand und Unachtsamkeit von den Ärzten zu dieser Gewalttour. Auf jeden Fall bekam ich dann zu Hause Kontraktionen und war die nächsten Tage bis zur Entbindung ziemlich schlecht beeinander und Pfingstmontag hatte ich dann einen Blasensprung. Niemand kann sich in einen hineinversetzen und man ist selbstverantwortlich! Das heißt, man muß immer auf den Körper hören. Wenn ein Arztbesuch zu lange dauert und zu anstrengend ist, sollte man diesen am besten unterlassen bzw. mitteilen, daß man nicht länger warten könne und falls man dann nicht sofort d´rankommt nach Hause gehen. Das wichtigste ist, daß man immer auf den Körper hört. Wenn eine Ruhepause und eine Liegephase notwendig ist, dann ist nichts wichtiger, als sich diese Ruhe zu gönnen!

Schlußsatz:
Nun ja, daß waren meine Verhaltensmaßnahmen. Diese Maßnahmen habe ich als medizinischer Laie erläutert und stoße dabei vielleicht mit manchen Aussagen auf medizinischen Widerspruch. Ich kann natürlich keine Garantie geben und keine Verantwortung übernehmen -. Jeder muß sich für seine Lebensweise in dieser Zeit selbst entscheiden und seinen eigenen Weg gehen. Es sollen auf jeden Fall Gedankenanstöße und vielleicht auch eine neue Betrachtungsweise sein. Ich würde allerdings auch jeder Mehrlingsschwangeren empfehlen, sich mit dem "Pegasus-Geburtszentrum für ganzheitliche Geburtshilfe" in Verbindung zu setzen. Für mich hat sich die Befolgung der Ratschläge aus Aachen bezahlt gemacht und ich bin meinem Schicksal sehr dankbar, daß ich noch zur rechten Zeit dorthin gefunden habe. Denn nach diesen Besuch ging es mir bis zu den letzten Tagen der Schwangerschaft sehr gut. Ich hatte eine ganz andere Qualität der Schwangerschaft als die übliche mit langen Krankenhausaufenthalten. Ich kochte in der 34. SSW fast noch jeden Tag, ging täglich schwimmen und war mit meinem dicken Bauch bekannt wie ein "bunter Hund". In einer Bäckerei wurde ich in einer der letzten Schwangerschaftswochen angesprochen: "Ach, wir haben Sie ja vorher schon bewundert, wie sie da ganz gerade und schnell vorbeigegangen sind. Sie kriegen ja bestimmt Zwillinge?"....... Nun ja, es ist vorbei. Es hat sich gelohnt -.

Drei gesunde Kinder, die ich nicht der Frühchenintensivmedizin ausliefern mußte - welches Glück!

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